Warum in die Ferne schweifen oder die Suche nach Gott

ein Marienkäfer auf Klee

Egal um welches Thema es geht, immer wieder habe ich mit Menschen zu tun, die ihr Glück in der Ferne suchen.

Zum Beispiel beim Räuchern. Warum muss es unbedingt Weihrauch sein oder Sandelholz oder weißer Salbei aus Amerika? Warum kann es nicht z.B. Fichtenharz oder Linde oder Kamille sein, womit wir räuchern?

Wir haben uns hier inkarniert (wenn wir nicht eingewandert sind) und sind mit den Pflanzen, die hier wachsen, in Resonanz.

Ich sage nicht, dass es nicht in Ordnung ist, auch Kräuter, Harze usw. aus anderen Ländern und Kontinenten zu nutzen. Das kann sehr hilfreich sein. Wollen wir z.B. in eine frühere Inkarnation reisen, die z.B. in China statt gefunden hat, sind chinesischen Pflanzen zum Räuchern gute Begleiter, da sie uns helfen, uns nach China einzuschwingen.

Ich sage also, triff eine bewusste Wahl der Pflanzengeister, die du um Unterstützung bittest und nicht weil du meinst, der Weihrauchgeist sei irgendwie heiliger als der Fichtenharzgeist.

Ebenso ist es bei Weltanschauungen und Lehrern. Manchmal erscheint es mir so, dass sie hauptsache aus einem Land weit weit weg kommen müssen, um die “Wahrheit” sprechen zu können.

Warum ist das so? Warum glauben viele Menschen nicht, dass das Glück, die “Wahrheit”, “Gott” gleich hier zu finden sind? Ich habe eine Vermutung. Ich vermute, dass das daran liegt, dass diese Menschen sich selbst nicht für würdig halten und so klein machen und ihre Nachbarn und die einheimischen Pflanzen, Tiere usw. für ebenso unwürdig und klein befinden.

Doch das Glück, die Wahrheit, das Göttliche liegen so nahe, dass es gar nicht so einfach ist, den Blick dorthin zu lenken. All dies liegt im eigenen Herzen. Den Blick ins eigene Herz zu lenken und dort das Göttliche zu sehen, ist solange schwierig, wie wir uns selbst für unwürdig halten, solange wir nach Meistern, Lehrern, aufgestiegenen Meistern und anderen spirituellen Autoritäten suchen. Wir alle sind Meister und alles ist göttlich, auch dein Nachbar, auch die Eiche, die Linde, die Weide, die Ratte, die Mülldeponie, die verschmutzten und die sauberen Flüsse, jene, die Verschmutzung verursachen, der Bettler, der Bänker usw. usf. Alles ist göttlich.

Um es mit Goethe zu sagen:

Willst du immer weiterschweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
denn das Glück ist immer da.

PS: Ich möchte klar stellen, was ich unter “Wahrheit” verstehe. Ich betrachte jeden einzelnen Menschen als Schöpfer, also auch als Schöpfer von Realität. Somit gibt es nicht die eine Wahrheit, sondern mindestens ebenso viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt. Und um noch genauer zu sein, wir erschaffen die Gesamtwahrheit in jeder Sekunde neu. Ich bitte euch also, das, was ich hier schreibe, als das anzuerkennen, was es ist: meine Wahrheit. Wenn ihr damit etwas anfangen könnt, dann freut es mich. Wenn nicht, dann vergesst es getrost einfach wieder.

Wenn du meine Texte nutzen möchtest, kannst du das gerne tun. Bitte nenne mich (Tanja Richter - Seelen(t)raum - Selbstliebe als Weg) in diesem Fall als Autorin. Selbstverständlich freue ich mich auch über einen Link auf meinen Blog. Ich danke dir für deine Achtsamkeit!

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