Die Liebe der Pflanzen

Als ich begann, Bäume zu umarmen, begann ich auch, den Pflanzen nahe zu kommen. Im Wald am Strand bei Warnemünde steht eine Eiche. Ich nenne ihn gerne meinen Lieblingseichenmann, denn er fühlt sich tatsächlich eher maskulin an und ich mag ihn besonders gerne. Dass er obendrein auch noch wie ein Eichenmann aussieht, habe ich erst später mitbekommen, als mich ein Freund bei einer solchen Umarmung fotografierte. Erst durch seinen gewählten Bildausschnitt ist es mir aufgefallen: Der Eichenmann hat ein breit lächelndes Gesicht und steht mit ausgebreiteten Armen da. Klar, dass ich ihn umarmen wollte! Er lädt ja dazu ein.

Während unserer Kuscheleien kamen wir hin und wieder ins Gespräch. Einmal fragte er mich z.B., ob ich auch zu jenen Menschen gehöre, die glaubten, Bäume seien immobil und kicherte leise und frech vor sich hin. Ich antwortete ihm, dass er ja schließlich Wurzeln habe und was diese Frage solle?! Daraufhin erklärte er mir, dass die Baumwesen sich immer als eins empfinden. Wenn er mag, lässt er sich einfach irgendwo in Amerika wachsen und sei schneller dort als ich. Da musste ich ihm zustimmen. Ich würde vermutlich in dieser Inkarnation überhaupt nicht nach Amerika kommen, abgesehen davon, dass man ja nie so genau weiß, was das Leben durch und in uns noch so vor hat.

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Gehirn, Walnuss & Erleuchtung

Walnuss & Gehirn

In spirituellen Kreisen wird gern über die Erleuchtung geredet. Ich habe bis jetzt noch nicht verstanden, was genau das eigentlich sein soll. Es konnte mir auch noch keiner erklären. Mir scheint, dass sich die meisten Erleuchtungssuchenden erhoffen, dass ihr Leben nach diesem mysteriösen Ereignis irgendwie störungsfrei sein wird.

Ich glaube nicht an die Erleuchtung. Ich glaube, dass uns Lichter aufgehen können. Ich glaube auch, dass die meisten von uns die Erleuchtung gar nicht haben wollen.

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