Das Sein, das Tun und der eigene Wille

eine Frau, die mit Pfeil und Bogen zielt

Immer wieder treffe ich auf meinem spirituellen Weg auf Menschen, die „aus dem Tun heraus kommen und in das Sein gehen“ wollen. Mir kommen dazu die Worte „Sein tun wir doch eh!“ in den Sinn. Und damit könnte mein heutiger Beitrag auch schon zu Ende sein. Doch ich will tiefer auf das Sein und das Tun eingehen, denn ich nehme bei diesem Punkt eine ziemliche Verwirrung wahr.

So, wie sich mir das Leben darstellt, kommen wir weder um das Sein noch um das Tun herum. Außer jenen Menschen, die das Ich als nicht existent wahrnehmen, wird kaum jemand abstreiten wollen, dass er oder sie ist. Und zumindest solange wir auf der Erde verweilen, atmen wir, schlägt unser Herz, arbeitet unser gesamter Körper und tut sich selbst am irdischen Leben erhalten (Ich bitte, das furchtbare Deutsch zu verzeihen!). Doch unser Körper sind wir. Wer sollte es auch sonst sein? Wir, als geistig-energetische Wesen haben unseren Körper zunächst gemeinsam mit unseren irdischen Eltern aus der irdischen Materie „gebastelt“. Er arbeitet, weil unsere Seele ihn dazu bringt. Er fühlt Schmerzen, Freude, Glückseligkeit, weil unsere Seele ihn dazu bringt.

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Schutz oder nicht – das ist hier die Frage

ein Gartenzaun

Wer mit Spiritualität in Berührung kommt, stellt sich sicher irgendwann im Laufe seiner Entwicklung die Frage, wie und wann er sich schützen soll. Es gibt ganze Bücher zu dem Thema. Doch schauen wir uns mal genauer an, was hinter dem Gedanken an Schutz liegt.

Für mich gibt es sehr verschiedene Aspekte bei dem Thema. Ich sehe mich gerade hier oft mit der Paradoxie des Seins konfrontiert: Ich bin All-Es und gleichzeitig ein recht begrenztes Wesen, inkarniert in einem menschlichen Körper.

Als All-Es brauche ich keinen Schutz, denn alles, was mir begegnet, ist ein Aspekt meiner selbst.

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Bayern oder auf der Suche nach Beständigkeit

ein Altar

Da wollte ich gestern nur eine kleine Runde durch den Wald drehen und – schwupps – war ich 3 Stunden unterwegs. Ich lief über Felder und Wiesen, sanfte Hügel unter weitem Himmel. All das kenne ich von Mecklenburg auch. Warum also fühlte ich mich hier so eigenartig? Irgendwie wie ein Alien. Ich versuchte die Energie, die mich umgab zu lesen. Doch es fühlte sich für mich nur fremd an. Und dann kam die Sonne aus den Wolken hervor und strahlte plötzlich so wie Gott in Kirchen gerne dargestellt wird. So hier:

Und da verstand ich … ich hatte vergessen, dass ich hier in einem zutiefst katholischen und konservativen Land bin.

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