Liebe und Dankbarkeit deiner Sternengeschwister

zwei Gesichter im Universum

Lieber Mensch,

heute spreche ich als das Sternenwesen zu dir, das ich bin.

Vielleicht gehörst du zu jenen Menschen, die tiefe Verzweiflung und Minderwertigkeitsgefühle in sich tragen und denen das unter Umständen gar nicht wirklich bewusst ist. Mir begegnen immer wieder Menschen, in denen ich eine tiefe Ablehnung des Menschseins spüre, die sich z.B. in Peinlichkeit dazuzugehören, Scham oder Schuldgefühlen zeigt. Sehr viel ist in den letzten Jahrtausenden geschehen. Menschen haben Menschen abgeschlachtet, gefoltert, verraten und dasselbe tun Menschen heute immer noch. Menschen haben die Natur und die Tiere ausgebeutet und gequält und aus reinem Vergnügen missbraucht und tun dies heute immer noch.

Es erscheint also vollkommen logisch, dass in vielen von euch die Ablehnung des Menschseins an sich existiert. Im Unterbewussten liegen Erinnerungen an Jahrtausende von Erfahrungen sowohl als Opfer als auch als Täter. Aus diesen Erinnerungen resultiert häufig der ebenso unterbewusste Glaubenssatz, dass Menschen nicht liebenswert wären. Doch du bist ein Mensch. Und wenn du glaubst, Menschen seien nicht liebenswert, glaubst du auch, dass du es nicht wärst.

Ich spreche heute als Vertreterin von Wesen, die in den Weiten des Multiversums zuhause sind. Wir nutzen keine Sprache für die Kommunikation, daher gibt es auch kein Wort, keinen Namen für diesen Ort. Wir sind uns der Einheit allen Seins zu jeder Zeit an allen Orten zutiefst bewusst. Wir haben uns nie so tief in das Vergessen begeben, haben die Trennung nie so tief erfahren wie die meisten Menschen. Wir spüren die Einheit und sind eher eine Art Kollektivwesen. Grenzen zwischen uns sind fließend bzw. gibt es nicht wirklich. Für mich in meiner derzeitigen Inkarnation ist es eine erstaunliche Erfahrung, so individuiert zu sein, wie es nur hier auf der Erde möglich ist.

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Die Liebe und ihr Gegenteil

ein Seil mit einem Knoten

In letzter Zeit fällt mir auf, dass sich Widerspruch in mir regt, wenn ich lese, Angst sei das Gegenteil der Liebe. Verstanden habe ich diesen Gedanken noch nie wirklich. Bisher dachte ich mir einfach, dass da vielleicht doch irgendetwas dran ist, was ich eben einfach noch nicht verstehe. Heute merke ich, dass ich es wichtig finde, auf diese Aussage mal einen tieferen Blick zu werfen, denn Sprache ist bewusstseinsbildend und Gedanken formen Realität – zumindest nach meiner Erfahrung.

Eine kurze Definition von Liebe

Was verstehen wir eigentlich unter Liebe? Die meisten von uns denken spontan an Freundlichkeit, emotionale Wärme, Zugewandtheit, Weichheit, Hingabe und an viele weitere angenehme Gefühle und Lebensäußerungen. Hass, Angst, Aggression, Krieg und ähnliches würden wir nicht unbedingt als Liebe bezeichnen.

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Wir rufen dich

ein Garten mit Stühlen

Wie beginnt man eigentlich mit einer Gemeinschaft? Ist es sinnvoll, erst Menschen zu finden, die ähnlich schwingen und gemeinsam einen Ort zu finden? Oder ist es leichter, zuerst einen Ort zu haben und dann jene Menschen einzuladen, die zu einem passen? Ich habe darauf keine Antwort und vermutlich ist es wie immer, mal so und mal so.

Worauf ich jedoch eine Antwort habe, ist die Frage wie ich leben möchte: In einer überschaubaren Gruppe von Menschen, denen die Geschenke, die ein jedes Individuum in sich trägt, wertvoll sind. Ich lebe das Konzept Familie nicht. Das hat sich in meinem Leben einfach nicht ergeben. Ich habe mich auch eine ganze Zeitlang von Menschen fern gehalten, weil ich nicht wusste, wie ich sie je mögen können sollte. Inzwischen weiß ich das sehr gut. Ich habe gelernt mich zu lieben, nachsichtig, freundlich und sanftmütig mit mir selbst umzugehen. Ich kann meine Schattenseiten akzeptieren, meine Wut, meine Aggressionen, meine Ungereimtheiten, meine Konflikte. Ich erlaube mir, dass ich gespürt werde, sowohl im Positiven als auch im Negativen. Ich bin ganz und das gestehe ich jedem anderen Wesen ebenfalls zu.

Wir sind zweieinhalb. Jan (33), ich (44) und Katze Lillifee Lavender Richter, kurz Lilli (6). In unseren Gesprächen kam die Frage auf, was in uns in Bezug auf ein Zusammenleben in einer Gemeinschaft so fest ist, uns so wichtig ist, dass wir davon nicht abrücken möchten. Wir stellten fest, dass wir recht fließend sind und es eigentlich nur einen Punkt gibt, an dem wir unverrückbar sind: Konfliktfähigkeit und –bereitschaft. Mir persönlich gibt es ein tiefes Gefühl von Vertrauen in eine Verbindung welcher Art auch immer, wenn ich mir sicher sein kann, dass Konflikte gelebt werden dürfen und nach Lösungen gesucht wird. Jan geht es ähnlich. Ihm (und auch mir) ist daneben ein Gefühl von freiheitlichem Miteinander wichtig.

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