Gefühle im öffentlichen Raum

Es ist ein Stundenplan für die Schule mit Fächern wie Gefühlskunde, Meditation, Glück und Liebe, ...

Im April diesen Jahres war ich bei einem Vortrag über Inklusion und Exklusion von einem Doktor der Philosophie dabei. Schon während des Zuhörens gingen mir viele Gedanken und eben auch Gefühle durch meine Sinne. Und so habe ich mich entschieden, diesem Professor eine Mail zu schreiben, die ich heute hier mit euch teilen möchte. Ich finde es wichtig, darüber zu reden, dass Gefühle in der Öffentlichkeit, in den gesellschaftlichen Strukturen und auch in der Schule, an der Uni und überall endlich ihren Raum bekommen.

Selbstverständlich ändere ich den Namen des Doktors 🙂


Sehr geehrter Herr Dr. X,

mein Name ist Tanja Richter. Wir haben uns bei einer Lehrerfortbildung zum Thema Inklusion kennen gelernt. 

Sie haben dort einen Vortrag über Inklusion und Exklusion gehalten. Ihr Vortrag hat mich lange beschäftigt und tut das auch immer noch. Ich habe bis jetzt darüber nachgedacht, ob ich noch einmal mit Ihnen in Kontakt trete. Nun habe ich mich also zu einem Ja entschieden, denn ich halte es für wichtig.

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Eine kleine Übung in Selbstliebe – die Erste

eine Schnecke, die sich selbst liebt

Ich habe beschlossen, hier immer mal wieder kleine Übungen in Selbstliebe zu veröffentlichen. Diese erste Übung kannst du immer dann nutzen, wenn du Angst hast. Angst z.B. vor dem nächsten Schritt oder einem Mangel, welcher Art auch immer. Du kannst sie oft wiederholen und auch abwandeln, wie du es brauchst. Und jetzt geht es auch schon los.


Schließe deine Augen und atme sieben Mal tief ein und aus. Bei jedem Einatmen holst du dich selbst zurück in dein Herz, in welcher Dimension, Zeit, in welchen Räumen, wo auch immer du gerade bist. Beim Ausatmen formst du eine Kugel, die mit jedem Atemzug größer und kraftvoller wird. Fülle sie mit einer Farbe deiner Wahl – einer Farbe, die dir hier und jetzt wohl tut. Spüre, wie allein diese Kugel mit der Farbe dich nährt.

Dann bitte deine Angst, sich zu zeigen. Spüre in deinen Körper hinein. Wo sitzt sie? Wo spürst du sie? Wie genau fühlt sie sich an? Und wie viel Raum nimmst sie ein? 

Begrüße sie und heiße sie willkommen. Sage ihr: „Hallo, meine Angst! Schön, dass ich dich treffe. Vielen Dank für dein Dasein. Du hast ganz sicher einen guten Grund bei und mit mir zu sein. Ich danke dir, dass du mich so lange beschützt hast. Du bist ein Teil von mir und darfst anwesend sein.“

Lasse ihr all deine Liebe zufließen, die du hier und jetzt für sie aufbringen kannst. Und spüre noch einmal, wie sie sich jetzt anfühlt. Hat sie sich verändert? Wie hat sie sich verändert?

Ja, die Angst ist ein Teil des Ganzen, also ein Teil von dir. Genauso wie noch andere Gefühle und Qualitäten.

So schaust du nun in dir nach dem Vertrauen und lädst es ein, sich zu zeigen. Spüre in deinen Körper hinein. Wo sitzt dein Vertrauen? Wo spürst du es und wie genau fühlt es sich an? Wie viel Raum nimmt dein Vertrauen ein? Was braucht es, um wachsen zu können?

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Die Sicherheit des Gewohnten

eine Kette im Himmel, die zu Vögeln wird

Ich habe eine Klientin, die sehr ehrlich mit sich selbst und mit anderen ist. Nach einer schamanischen Arbeit mit ihr, erzählte sie mir einige Tage später, dass es ihr besser ginge und mit diesem Umstand zu tun hätte. Es würde einige Zeit brauchen, dass sie sich daran gewöhnt.

Dass ihr das so aufgefallen ist und sie es so klar benennen konnte, fand ich großartig.

Ich konnte dieses Phänomen an mir selber und auch an anderen Menschen ebenfalls immer wieder einmal beobachten. Da gibt es Einstellungen, äußere Umstände, alte Emotionen, die uns nicht gut tun oder gar Angst machen und dennoch verändern wir nichts, einfach aus dem Grund, dass wir diese Angst, Emotionen, Umstände kennen. Durch dieses Kennen, durch diese Gewohnheit erfahren wir – so paradox das auch immer sein mag – Sicherheit.

Es kann tatsächlich so paradox werden, dass wir uns zum Beispiel  in sehr gefährlichen oder tatsächlich unsicheren Situationen befinden und diese uns die Sicherheit des Gewohnten geben. Wir wissen, wie sich die alte Situation, die alten Einstellungen anfühlen. Wir haben auch funktionierende Verhaltensweisen entwickelt und haben psychische und emotionale Werkzeuge und Strategien, mit denen wir auf diese alten Situationen reagieren können. Und wir wissen, wie die Umwelt auf uns in dieser Situation reagiert. All das gibt uns Sicherheit.

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