Meditation zur Durchlichtung unterbewusster Hassenergien

ein Regenbogen

In meinem Beitrag „Die Liebe der Dunkelheit“ habe ich auch einen Abschnitt dem Wesen Hass gewidmet. Da ich von einer Freundin und Kollegin gebeten wurde, eine Meditation zur Freisetzung und Durchlichtung dieser zumeist meisterlich verdrängten Energie zu entwickeln und ich das freie Fließen von Allem wichtig finde, bin ich ihrem Wunsch gerne nachgekommen. Ich teile das Ergebnis hier gerne mit dir.

Zur Erinnerung … das Wesen Hass

Hasse dich selbst und andere.

So lautete (mal in Kurzform gebracht) eine Botschaft der geistigen Welt, die ich vor einiger Zeit erhalten habe. Als ich gemeinsam mit einer Schülerin auf ihren Wunsch zum Wesen Hass reiste, war er zunächst einmal schwer aufzufinden. Er war versteckt und hager. Als ich ihn fragte, warum das so sei, sagte er mir, dass er eine der am meisten verdrängten Emotionen sei. Es sei nicht er, der sich verbergen würde, sondern wir Menschen seien es.

Weiter sagte er, Selbsthass käme oft versteckt daher als Selbstkritik. Viele von uns hätten diese Energie im System verankert. Wenn wir uns gestatten würden, uns immer mal wieder eine Runde bewusst selbst zu hassen, dann könnten diese oft im Unterbewusstsein sehr fest gehaltenen Emotionen an die Oberfläche kommen und abfließen und Platz machen für die Selbstliebe. Und würden wir uns gestatten, andere Menschen mal aus tiefstem Herzen zu hassen, würden wir uns erlauben, dieses Gefühl zu haben. Der Hass in uns bekäme seinen Raum und seine Würdigung und könnte dann auch wieder gehen, so dass echte Vergebung stattfinden könnte. Er lud die Menschen ein, sich bewusst die Zeit zu nehmen, um zu hassen, denn das würde wirken wie eine Dusche und sei ein Akt der Selbstliebe und der Liebe.

Auch der Hass ist ein Aspekt des großen Ganzen, des All-Es. Wir können uns gegen ihn wehren und ihn verdrängen, dann wirkt er in unserem Unterbewusstsein und vergiftet sowohl unser eigenes als auch das Leben der anderen. Wir können ihn auch einfach als Teil des Ganzen, das wir sind, annehmen und genauso lieben wie alles andere. In diesem Sinne lehrt Hass uns bedingungslose Liebe.

Willkommen im Leben mit dem Prinzip: sowohl-als-auch. Das ist das Leben in Paradoxien.

Ich lade dich ein, dich vollkommen ins Vertrauen zu begeben und deine Vorstellung davon, was sein darf und was nicht, was du fühlen darfst und was nicht, für einige Zeit fallen zu lassen. Ich lade dich ein, Vertrauen in den Prozess und vor allem in deine eigene Größe zu haben. Ich lade dich ein, der Meditation zu folgen und eine bewusste „Hassdusche“ zu nehmen.

Meditation zur Erhöhung und Durchlichtung deiner eigenen Hassenergien

Schließe deine Augen und atme sieben Mal tief ein und aus. Bei jedem Einatmen holst du die Energie der Sonne in dein Herz und mit jedem Ausatmen formst du aus deinem Herzen heraus eine Kugel, die immer größer wird und dich ganz umhüllt. Sie bietet dir einen geschützten Raum, in dem du deine Energien in alle Richtungen fließen lassen kannst, ohne dass du oder eine andere Person Schaden nehmen. So bist du gut vorbereitet für deine Reise.

… ein … und aus … und ein … und aus …

Rufe deine geistigen Begleiter und Helfer zu dir und bitte um Unterstützung und Führung. Bitte darum, zu dem Wesen Hass gebracht zu werden und folge deiner geistigen Führung.

Frage den Hass, was er dir zu sagen hat. Fühle und lausche genau. Mach dich empfänglich für seine Botschaft. Er liebt dich, genau wie alles andere in den Universen.

Schenke auch du ihm deine Liebe. Er hat dir über viele Jahrtausende hinweg treu gedient. Und dann bitte ihn, mit dir gemeinsam durch deinen Körper zu gehen. Sein Versteck ist in dir. Lass dir zeigen, wohin du ihn verdrängt hast. Fühle ihn, schau ihn dir an. Atme tief in die Stellen deines Körpers, in denen er darauf wartet, endlich gefühlt und angenommen zu werden.

Beginne in deinen Füßen und gehe langsam und achtsam gemeinsam mit dem Wesen Hass weiter nach oben. Atme senkrecht und lasse deinen Hass einfach fließen. Es mag sich unangenehm anfühlen. So fühlt sich diese Emotion nun einmal an. Sie ist ein Teil des Lebens und ein Teil von dir. Sie gehört zu dir, wie alles andere auch. Erlaube ihr, in dir zu sein und frei zu fließen.

Wenn du ganz konkreten Hass auf bestimmte Menschen spürst, lasse ihn zu. Erlaube deinen Emotionen, sich frei zu äußern. Weder dir noch den entsprechenden Menschen kann etwas geschehen. Du hast einen geschützten Raum geschaffen. Diese Energien fließen schon lange zu jenen Menschen aus deinem Unterbewussten heraus. Wenn du sie hier und jetzt bewusst wahrnimmst, dann würdigst und befreist du sie. So wirst nicht nur du, sondern werden auch die anderen Menschen erlöst.

Wenn du Hass auf dich selbst spürst, erlaube dir auch diese Energie. Lasse sie einfach fließen. Versuche nicht, sofort in die Vergebung zu gehen. Gib erst diesem unangenehmen, dunklen und lange verbannten Gefühl seinen Raum. Es ist ein Akt der Selbstliebe, denn es ist dein Gefühl. Atme. Atme tief – von oben nach unten und von unten nach oben. Lass‘ deinen Selbsthass in deinem ganzen Körper zirkulieren und spüre, wo er überall sitzt. Durch die Resonanz wird er aus deinen Zellen herausgezogen, wie Wassertropfen, die einander anziehen.

Achte und ehre dich für diese Emotion. Achte und ehre das Wesen Hass selbst. Und achte und ehre die Menschen, die du zutiefst gehasst hast.

Und schau zu, wie sich dein Hass nach und nach wandelt. Mit deiner Liebe und Annahme durchlichtest du ihn. Freude fließt ganz automatisch in ihn hinein, weil du deinem Gefühl Raum gegeben hast, so wie Sonnenlicht in ein dunkles Unwetter fließt. Schau den Regenbogen, der sich bildet. Schau dir das Spiel von Licht und Schatten an und erfreu dich an dem, was du alles bist. Denn du bist genau das: All-Es.

Und dann bedanke dich beim Wesen Hass. Lade ihn ein, seinen Platz in deinem Herzen einzunehmen, der ihm gebührt. Dein Herz ist der Raum, in dem All-Es sein darf. Versprich dir selbst, vielleicht noch mal aufkommende Hassgefühle nie wieder so weit ins Unterbewusstsein zu verdrängen und nimm die neue Qualität deiner Leichtigkeit und deiner Karft mit in dein Tagesbewusstsein. Du brauchst keine Angst mehr zu haben, wenn dir der Hass mal begegnen sollte.

Dann knete deine neuen Energien in deinen Körper hinein. Reck dich und streck dich. Spanne deine Muskeln an und entspanne sie wieder. Atme noch einmal tief ein und aus und dann öffne deine Augen.


Bedanke dich bei deinen geistigen Freunden und bei dir selbst, so wie ich mich auch bei dir bedanke für dein Vertrauen und deinen Mut. Bitte darum, den geschützten Raum, den du vor der Meditation erschaffen hattest, nun wieder aufzulösen und die Energien, die in ihm vielleicht noch herumschwirren mögen, in den geistigen Räumen so zu verwahren, dass sie anderen zur Verfügung stehen, wenn sie sie brauchen sollten.

Mache diese Meditation so oft, wie du sie brauchst. Mit jedem Mal wirst du leichter werden und wird sich dein Leben auch im Außen durchlichten. Die bedingungslose Selbstannahme und Selbstliebe ist der Schlüssel zur Freiheit. Die Erinnerung an dieses ursprüngliche Sein, das du bist, wünsche ich dir zutiefst.

PS: Ich möchte klar stellen, was ich unter “Wahrheit” verstehe. Ich betrachte jeden einzelnen Menschen als Schöpfer, also auch als Schöpfer von Realität. Somit gibt es nicht die eine Wahrheit, sondern mindestens ebenso viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt. Und um noch genauer zu sein, wir erschaffen die Gesamtwahrheit in jeder Sekunde neu. Ich bitte euch also, das, was ich hier schreibe, als das anzuerkennen, was es ist: meine Wahrheit. Wenn ihr damit etwas anfangen könnt, dann freut es mich. Wenn nicht, dann vergesst es getrost einfach wieder.

Wenn du meine Texte nutzen möchtest, kannst du das gerne tun. Bitte nenne mich (Tanja Richter - Seelen(t)raum - Selbstliebe als Weg) in diesem Fall als Autorin. Selbstverständlich freue ich mich auch über einen Link auf meinen Blog. Ich danke dir für deine Achtsamkeit!

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5 comments

  1. Liebe Tanja!
    Ich danke dir aus tiefstem Herzen für diesen Beitrag über die Hassenergien. Dies ist wohl ein Thema,das wir alle sorgfältig verdrängt haben. Ich habe mich zwar schon öfter damit beschäftigt, doch finde ich immer noch verborgene Ansätze in mir.
    Dies ist eine Möglichkeit für mich, mich noch bewusster damit auseinander zu setzen. Ich werde sie nutzen. Ich merkte schon beim Lesen des Beitrages ein Aufkommen von Leichtigkeit.
    Sich einfach gestatten, diese Emotion fühlen zu dürfen….
    Alles Liebe für dich
    Patrizia

  2. Ich bin mir selbst genug. Dies ist mein zu Hause.

    Ich muß nichts hassen und ablehnen, um dorthin zu gelangen. Reflektion und Unterscheidungsvermögen sind ausreichend.
    Ich kann einen eigenen Lebensstil finden und haben, der nicht konzeptuell auf dem Gegenteil beruht. Ich kann bei mir und gleichzeitig mit anderen sein.

  3. Vielen lieben Dank für diese Meditation und für die wunderschöne Musik, die du gewählt hast. Den Schutz mit der Sonne fand ich super! Danke für diesen Tipp! 🙂
    Liebe Grüsse, Nadia

  4. Über das bewußte dumm Stellen:

    Jedes Kind kennt genau den Unterschied zwischen Innenverhältnis und dem Grad der Schauspielerei im Außenverhältnis.

  5. Hallo Tanja,
    tolle Meditationsreise. Wirklich toll gesprochen und Deine Stimme ist auch sehr angenehm. Besonders gut gefällt mir, dass der Hass und alles was damit verbunden ist, mit Liebe angenommen werden soll. Super! Danke für diesen Beitrag.
    Liebe Grüße
    Bärbel

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