Meditation für inneren und äußeren Frieden

eine Taube, die aus zwei offenen Händen los fliegt

Ausgehend von meinem Text „Frieden“ stelle ich nun hier die Meditation dazu online. Viel Freude damit!


Schließe deine Augen und atme siebenmal tief ein und aus. Beim einatmen holst du dich aus jeder Ecke des Universums zu dir zurück in dein Herz. Beim ausatmen lässt Du eine Sonne aus deinem Herzen erwachsen. Sie wird mit jedem Atemzug größer.

Atme ein und aus … und ein und wieder aus … und wieder ein …

Rufe deine Geister und bitte sie, dich zu deinem Ort des Friedens zu begleiten. Gemeinsam geht ihr los. Schau dich um. Wie sieht die Gegend um dich herum aus? Atme sie ein. Das ist deine derzeitige Seelenlandschaft. Du gehst und atmest und dann siehst du eine Tür.

Du öffnest sie und betrittst gemeinsam mit deinen geistigen Freunden den Raum dahinter. Es ist der Raum deiner Wut. Fühle in sie hinein und lasse sie zu. Atme ein und aus. Atme deine Wut ganz in dich hinein. Nimm sie wahr und an und lasse sie frei in dir fließen. „Ja, ich bin auch meine Wut.“ Verweile noch ein wenig in diesem Raum, bis du ihn wieder verlässt.

Weiter gehst du und spürst die Stille in dir bis du zur nächsten Tür gelangst.

Wieder öffnest du diese Tür und gehst in den Raum dahinter. Es ist der Raum deines Widerstands. Spüre jeden Widerstand, der sich in dir regt. Es ist Widerstand gegen Schöpfungen, die sich in deinem Leben zeigen. Es ist Widerstand gegen ungeliebte Anteile in dir selbst. Und es ist Widerstand gegen Vorstellungen, Ideen und Handlungen anderer Wesen. Lasse ihn zu. Lasse jeden Widerstand gegen deinen Widerstand los. Atme ihn ein und lass ihn frei in dir fließen.  „Ja, ich bin auch mein Widerstand.“ Verweile noch ein wenig in diesem Raum und dann verlasse ihn wieder.

Und wieder gehst du weiter bis du zur nächsten Tür gelangst.

Im Raum dahinter findest du deine Angst. Du brauchst ein wenig Mut, dich ganz in sie hinein fallen zu lassen. Bitte deine Geister, dich darin zu unterstützen und lasse zu, dass du deine Angst wahrnimmst. Spüre und lausche genau hin. Sie hat dir etwas zu sagen. Steh einfach nur da und lasse zu und atme. Atme so viel von deiner Angst in dich hinein, wie du kannst und lasse sie frei in dir fließen. „Ja, ich bin auch meine Angst.“ Verweile auch in diesem Raum noch ein wenig und gehe dann weiter.

Spüre, wie es immer stiller in dir wird. Der Kampf in dir wird leiser und leiser, denn du akzeptierst jene Anteile von dir, die du bisher abgelehnt hast.

Und dann gelangst du zu der nächsten Tür. Auch diesen Raum betrittst du in Begleitung deiner geistigen Freunde. Es ist der Raum der Weltanschauungen. Zuerst nimmst du deine ganz persönliche Wahrheit über die Welt und deine moralischen Vorstellungen wahr. Das ist deine Wahrheit. Nimm sie ganz und gar an. „Ja, das ist meine Wahrheit. Sie gehört zu mir. Ich bin, der ich bin. Ich bin, die ich bin.“ Atme sie ganz und gar ein. Und dann schau dich um.
In diesem Raum sind die Weltanschauungen, individuellen Wahrheiten und moralischen Vorstellungen von jedem Menschen dieser Erde. Schau dir diese Vielfalt an. Manche Wahrheiten findest du wunderschön und andere magst du gar nicht. Lasse alles zu. Steh einfach nur da und atme und schau und akzeptiere. „Ja, das ist deine Wahrheit. Sie gehört zu dir. Du bist, der du bist. Du bist, die du bist. Auch, wenn wir uns in unterschiedlichen Körpern inkarniert haben, sind wir eins. So wie ich mich und meine Schöpfungen akzeptiere, akzeptiere ich dich und deine Schöpfungen.“
Schau dich noch einmal um und sage ja zu allem, was du siehst. Dann atme alles ein. Lass die Vielfalt der Wahrheiten, der Weltanschauungen, der moralischen Vorstellungen und Hoffnungen und Wünsche aller Menschen frei in dir fließen. „All das bin ich.“ Und dann verlässt du auch diesen Raum wieder.

Deine Geister führen dich auf eine Lichtung. Hier findest du einen großen Altar aus Stein. Lege hier dein Schwert der Verurteilung und dein Wollen nieder. Du kannst sie nachher wieder zu dir zurücknehmen, wenn du es wünschst. Zu dem Ort des Friedens in dir gelangst du nur ohne dieses Schwert und ohne das Wollen. Bitte deine Geister, dir zu zeigen, was du außerdem ablegen möchtest, um zu diesem magischen Ort gehen zu können. Lege alles auf den Altar. Ziehe auch deine Sachen aus, so dass du vollkommen nackt bist.

Dann gehe weiter. Bitte deine Geister um Führung und folge ihnen. Der Ort des Friedens in dir ist ein Ort der vollkommenen Akzeptanz dessen, was ist. Es ist ein Ort der Hingabe an das Leben selbst. Spüre genau hin. Schau dich um. Wie sieht der Ort deines Friedens aus? Was spürst du? Atme und sei und lasse geschehen, was geschehen möchte. Verweile an diesem Ort, solange es sich für dich gut und richtig anfühlt.

Und dann kehre zurück zu dem Altar aus Stein. Nimm zu dir, was du noch als zu dir gehörig empfindest. Nun begebe dich in die Balance zwischen Hingabe und Wollen. Spüre die Liebe und die Macht, die aus deinem Ort des Friedens und der Hingabe zu dir fließen und spüre gleichzeitig die Kraft und den Fokus, die aus deinem Wollen erwachsen. Atme das.

Gehe zusammen mit deinen Geistern wieder in dein Herz. Kehre ganz und gar in deinen Körper, zu dir zurück. Bedanke dich bei deinen Geistern und bei dir selbst. Dann knete deine neuen Energien in deinen Körper hinein. Reck dich und streck dich. Spanne deine Muskeln an und entspanne sie wieder. Atme noch einmal tief ein und aus und dann öffne deine Augen.



Mache diese Meditation so oft, wie du sie brauchst.

Ich danke dir für dein Vertrauen und für deine Hingabe. Frieden in mir ist Frieden mit der Welt.

Herzlich
Tanja Richter

PS: Ich möchte klar stellen, was ich unter “Wahrheit” verstehe. Ich betrachte jeden einzelnen Menschen als Schöpfer, also auch als Schöpfer von Realität. Somit gibt es nicht die eine Wahrheit, sondern mindestens ebenso viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt. Und um noch genauer zu sein, wir erschaffen die Gesamtwahrheit in jeder Sekunde neu. Ich bitte euch also, das, was ich hier schreibe, als das anzuerkennen, was es ist: meine Wahrheit. Wenn ihr damit etwas anfangen könnt, dann freut es mich. Wenn nicht, dann vergesst es getrost einfach wieder.

Wenn du meine Texte nutzen möchtest, kannst du das gerne tun. Bitte nenne mich (Tanja Richter - Seelen(t)raum - Selbstliebe als Weg) in diesem Fall als Autorin. Selbstverständlich freue ich mich auch über einen Link auf meinen Blog. Ich danke dir für deine Achtsamkeit!

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3 comments

  1. Liebe Tanja,

    danke für deine tolle Meditations-Anleitung! Deine detailreiche Beschreibung hat es mir erleichtert, mir das Ganze sehr gut vorzustellen und abzutauchen. Ich fühle mich gleich viel friedvoller und entspannter.

    Liebe Grüße,
    Klaus

  2. Liebe Tanja,

    vielen Dank für die Meditation, sie passt wunderbar für mich und ganz besonders auch in diese Zeit. Ich hab mich noch nie getraut, hier etwas zu schreiben, aber mir ist eben noch einmal klar geworden, wie wichtig Dank und Dankbarkeit ist. Du schreibst ganz wunderbar und hast mir schon oft mit Deinen Texten weitergeholfen.

    Liebe Grüße
    Diana

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