Lebensaufgabe oder Freiheit?

ein Segelschiff

In der spirituellen Welt wird immer wieder von der Lebensaufgabe gesprochen. Nun bin ich vor einiger Zeit mal wieder durch Bayerns Wiesen und Wälder geschlendert und habe meine geistige Begleitung gefragt, ob ich dort, wo ich zur Zeit wirke, eigentlich eine Aufgabe hätte. Es kam keine Antwort. “Nun gut,” dachte ich mir “keine Antwort ist auch eine Antwort.” Doch ich wollte es noch genauer wissen. Ich fragte also, ob ich denn überhaupt eine Aufgabe hier auf der Erde hätte. Und wieder … einfach nichts.

Zuerst hatte ich ein sehr eigenartiges Gefühl. ‘Ich werde überhaupt nicht gebraucht?’ dachte ich. Nein, ich werde nicht gebraucht. Ich bin frei und darf einfach tun, was immer ich möchte. Ich darf jede Erfahrung machen, die ich machen möchte und kann mich dabei vollkommen geliebt und gut fühlen. Jemanden brauchen ist nicht dasselbe wie jemanden lieben. Warum also sollte der große Geist mich brauchen? Wozu? Es und ICH sind doch ohnehin eins. Ich bin doch ohnehin da und alles, was ich tue, ist gut und kann von einem anderen Teil des Ganzen irgendwann genutzt werden.

Was für eine wundervolle Freiheit! Keine Lebensaufgabe.

Ich weiß allerdings, dass ich mir selbst irgendwann etwas vorgenommen habe für diese Inkarnation. In mir existiert eine lebendige Erinnerung an die Vorbereitung meiner jetzigen Inkarnation. Damals “stand” ich in einer riesigen Halle mit jeder Menge Regalen. In diesen Regalen lagen Erfahrungs- bzw. Schwingungspakete. Und auf meinem Rücken hatte ich einen Rucksack, in den ich einige dieser Pakete hinein legte. Dies tat ich mit einer absolut kindlichen Vorfreude auf das Abenteuer, das ich hier auf der Erde erleben würde. Da gab es niemanden, der mir sagte, ich solle dieses oder jenes machen. Auch kann ich mich nicht an einen von mir irgendwie entfernten Teil, wie z.B. meine Seele oder ein höheres Selbst erinnern. Das war einfach ICH. Denn ICH BIN ja schließlich meine Seele und mein höheres und auch niederes Selbst. Auch jetzt, hier auf der Erde. ICH BIN immer All-Es.

Das heißt dann auch, dass meine Wünsche, meine Sehnsucht, mein Verlangen und meine Leidenschaft, die Wünsche, Sehnsucht, das Verlangen und die Leidenschaft des großen Geistes sind, denn alles ist eins.

Wunschlos sein? Wozu? Wir sind hier auf der Erde! Meine geistige Begleitung sagte mir einmal: “Eure Wünsche sind der Rohstoff der Materie.” Aus jenem Satz ist dieses Bild entstanden …

Lotosblüten, die im Universum schweben und die Fibonaccispirale in Perspektive
Schöpferkraft: „Eure Wünsche sind der Rohstoff der Materie.“

Wenn wir aufhören zu wünschen und damit auch aufhören, Lust auf Leben zu haben, dann können wir auch aufhören zu existieren. Und dann: statt Wünsche zu haben, sollen wir lieber unsere Lebensaufgabe erfüllen? Ich werde bei dieser Art zu denken, das Gefühl nicht los, dass da die Kirche keine unwesentliche Rolle spielt.

Doch Freiheit ist nicht so einfach. Wenn wir Freiheit leben wollen, sind wir vollkommen selbst verantwortlich für unsere Schöpfungen. Wir können uns in die Hölle oder in den Himmel auf Erden bringen.

Nicht gebraucht zu werden, ist ebenfalls eine Herausforderung. Lange genug brauchten wir die anderen, die uns “erlaubten”, auf der Erde zu verweilen, weil wir ja schließlich von ihnen gebraucht wurden. Wenn wir nicht mehr gebraucht werden, dann müssen wir uns selbst lieben und uns selbst gestatten, einfach da zu sein. Freiheit erfordert die bedingungslose Selbstliebe.

Ich liebe meine Freiheit und meine Schöpferkraft! Das Universum und die geistige Welt laden dich ein, dich bedingungslos zu lieben und den Geschmack der Freiheit zu kosten. Auf der Basis der Freiheit kann wundervolle Bindung geschehen. Auf der Basis der Freiheit kann Liebe geschehen und haben Romantik und Verbindlichkeit ihren Raum, denn die Bindung geschieht nicht mehr aus einem Mangel heraus, sondern aus der Selbstliebe.

Und hier gibt es nochmal eine akustische Untermalung zum Thema von Xavier Naidoo „Frei sein“ …

PS: Ich möchte klar stellen, was ich unter “Wahrheit” verstehe. Ich betrachte jeden einzelnen Menschen als Schöpfer, also auch als Schöpfer von Realität. Somit gibt es nicht die eine Wahrheit, sondern mindestens ebenso viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt. Und um noch genauer zu sein, wir erschaffen die Gesamtwahrheit in jeder Sekunde neu. Ich bitte euch also, das, was ich hier schreibe, als das anzuerkennen, was es ist: meine Wahrheit. Wenn ihr damit etwas anfangen könnt, dann freut es mich. Wenn nicht, dann vergesst es getrost einfach wieder.

Wenn du meine Texte nutzen möchtest, kannst du das gerne tun. Bitte nenne mich (Tanja Richter - Seelen(t)raum - Selbstliebe als Weg) in diesem Fall als Autorin. Selbstverständlich freue ich mich auch über einen Link auf meinen Blog. Ich danke dir für deine Achtsamkeit!

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5 comments

  1. Liebe Tanja Richter,

    was heißt frei zu sein?

    Freiheit heißt (zu versuchen) im Einklang mit der Schöpfung zu leben. Dabei hat ein jeder von uns, da ein jeder ein Teil vom ganzen ist, seine eigene Frequenz. Das bedeutet, ein jeder wirkt auf seine eigen Art. Dabei ist ein jeder von uns wichtig. So wie in der Natur z. B. ein Apfelkern immer das bestreben hat, ein Apfelbaum zu werden oder zu sein, so will auch unsere Natur das sein, was es wirklich ist. Sei Du selbst! Das ist unsere Aufgabe. Dies ist zu erfüllen, wenn wir im Einklang mit der Schöpfung leben wollen. Die Vorarbeit ist, alle unsere Anteile wieder in uns zu integrieren und dann zu leben. Was uns alle verbindet ist die Liebe.

    Gerlinde Dertinger

  2. Liebe Tanja,genau wie du es beschreibst ,so fühle ich .Was deine Ragale und Schwingungspakete angeht ,erlebte ich so:Ich stand als Kind an einem weissen Klavier(ich bekam es als inneres Bild).An diesem Klavier sass ein Mann in schwarz.Ich bat ihn,eine Melodie zu spielen.Sie berührte mich sehr.Irgendwann bat ich den Mann(ich spürte es war eine höhere Wesenheit)mit einem Handzeichen,aufzuhören.Die Melodie stoppte und ich wusste,diese Töne sind meine Lebensaufgabe,die ich als Schatten zu bewältigen habe.Mehr Töne,also das Lied ganz zu Ende,hätte ich nicht geschafft.Ich habe schon sehr viel transformiertund spüre Freiheit und Liebe im Herzen.Ich freue mich auf meine freie vollständige Melodie.
    Ich danke dir für deinen reinen Beitrag,der mich wieder an mein Lied erinnert hat.
    Von Herz zu Herz Simone

  3. Hallo Tanja,
    ich habe mir erlaubt, Deinen Artikel über die Freiheit auf o.g. Blog zu veröffentlichen. Natürlich mit Deinem Namen und Deiner Blogadresse.
    Wenn es Dir nicht recht ist, sag bitte Bescheid, dann lösche ich sofort wieder.
    Liebe Grüsse
    Kaja

    (Anmerkung für alle von Tanja Richter) Der Blog, um den es sich handelt, ist hier zu finden: Der Weg ist das Ziel

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