Einladung & Meditation zum Spüren der eigenen Grenzenlosigkeit

Eine Art Wurmloch als Zugang zum Raum der Unbegrenztheit

Im Zuge einer Arbeit zur Verankerung meines Sternenschamaninseins im irdisch-schamanischen Feld wurde ich von den Hütern dieses Feldes gebeten, eine Meditation für Schamanen der kollektiv-irdenen Traditionen zu kreieren. Sie sollen die Möglichkeit haben, sich in den Raum der Grenzenlosigkeit – des AllEinSeins – jenseits aller irdischen Erfahrungen und Felder  zu begeben.

In der Gleichzeitigkeit des Seins existieren Menschen in unterschiedlichsten Zuständen. Wir können uns gleichzeitig in diesen unterschiedlichen Zuständen wahrnehmen, z.B. als voneinander und von allem getrennte Wesen oder als ein verbundenes Sein mit allen Wesen und Dingen oder als alle Wesen und Dinge. Vermutlich gibt es noch unendlich viele andere Zustände, die mir hier und jetzt aber nicht präsent sind und mir auch nicht wichtig erscheinen.

Wollen wir unsere eigene Grenzenlosigkeit, unsere Größe und Weite spüren, erfahren, integrieren und für uns hier und jetzt nutzbar machen, können wir dies nur tun, wenn wir alle bisher gesetzten, angenommenen und erfahrenen Grenzen auflösen.

Manche nennen dieses auch das Aufgeben bzw. das Sterben des Ichs. Doch ich persönlich erfahre das anders. Es ist nicht ein Sterbenmüssen und Loslassen des Ichs, sondern eine unglaubliche Ausdehnung. Aus der Aussage „Alles ist eins“ folgt die Aussage „Ich bin alles“. Erlauben wir uns, dies zu denken und zu fühlen, bekommen wir ein Gefühl für die Unendlichkeit … für unsere Unendlichkeit.

Sicher, wir können nie die Unendlichkeit in ihrer Gesamtheit erfassen, denn dann wäre sie nicht mehr unendlich. Doch wir können ein Gefühl dafür bekommen und die Lebendigkeit, den Frieden und die unglaubliche Liebe in uns spüren, die wir als Universum – nein, als Multiversum tatsächlich bereits sind. Es gibt nichts zu tun, um diese Liebe zu erreichen. Wir können nichts erreichen, was wir bereits sind.

Wir können mit dieser Erfahrung, diesem Gewahrsein der Einheit allen Seins und der eigenen Grenzenlosigkeit nur voller Abenteuerlust und Neugier wieder in uns selbst hinein springen und uns weiter erforschen. Es gibt in uns noch so viel zu entdecken und zu erfahren. Erlauben wir uns die Grenzenlosigkeit, so erlauben wir uns auch die Begrenzung, um Erfahrung möglich zu machen. Doch dann haben wir weder mit dem einen noch mit dem anderen irgendeinen Stress. Wir sind frei, zu tun und zu erschaffen, was immer uns beliebt.

Es gibt verschiedene Zugänge zu diesem Raum der Grenzenlosigkeit.

Ein Zugang z.B. ist unser Herz. Es ist das Tor zum Multiversum und in jedem irdischen Wesen liegt die Erinnerung daran. Doch, in meiner Wahrnehmung ist dieser Zugang oft noch unter vielen alten Glaubenssätzen, unbewussten Schmerzen und Ängsten und Bildern davon, wie die Welt ist, vergraben.

Mit der Erlaubnis der Hüter des schamanischen Feldes und Mutter Erde hat das Sternenwesen, dessen Teil ich bin und in dem ich mich zumeist aufhalte, wenn ich nicht gerade auf der Erde inkarniert bin, gemeinsam mit mir eine Verbindung zu diesem Raum im irdischen schamanischen Feld geschaffen. Hier gibt es jetzt die Möglichkeit, ohne sich erst durch eigene Glaubenssätze durcharbeiten zu müssen, in das Feld der Unbegrenztheit zu treten und sich auszudehnen. Die Hüter haben sich bereit erklärt, dich zu begleiten, wenn du ihre Unterstützung wünschst.

Bevor du dich in dieses Feld begibst, verankere dich gut in der Erde. Und nun wünsche ich dir viel Freude bei der Reise …

Ach ja, da ich davon ausgehe, dass auch schamanisch ungeübte Menschen diese Reise antreten werden, kreiere ich sie so, dass auch Anfänger wissen, was zu tun ist.


Schließe deine Augen und atme siebenmal tief ein und aus. Spüre beim Atmen deinen ganzen Körper. Spüre die Liebe, die zwischen dir und deinem Körper hin und her fließen.

Dann begib dich in dir an einen kraftvollen Ort in der Natur. Rufe deine Geister, dein Krafttier und lass‘ dich zu den Hütern des irdisch-schamanischen Feldes bringen. Bitte die Hüter, dich zum Raum der Unbegrenztheit zu begleiten. Sie wissen, wo sich der Eingang befindet und bringen dich gerne dort hin.

Es kann aber auch sein, dass sie es ablehnen, dich in diesen Raum zu lassen. Bitte akzeptiere das dann. Es hat sicher gute Gründe.

So geht ihr gemeinsam durch das schamanische Feld. Du siehst Krafttiere, Kraftpflanzen, Hütten von Schamanen und Schamaninnen aus der ganzen Welt. Du siehst Kraftplätze, Zugänge zu unterschiedlichsten Ebenen und Geister. Genieße all das auf deinem Weg. Nimm die Bilder in dich auf.

Und dann kommt ihr zu einer Art Röhre. Dies ist die Verbindung, die in den Raum der Unbegrenztheit führt.

Am Fuße dieser Röhre siehst du eine Tür. Öffne sie und trete ein. Im Innern ist es keine Röhre mehr.

Schau dich um.

Was siehst du? Wie fühlt es sich für dich an? Lass dir Zeit, den Raum zu spüren.

Und dann, wenn du möchtest, dehne dich einfach aus. Nimm alles, was vorher außen war, in dich hinein. Dehne dich aus, so weit wie du magst und kannst.

Atme.

Und dehne dich noch weiter aus.

Inzwischen sind nicht nur die Erde mitsamt dem schamanischen Feld, sondern auch der Mond, die Sonne, unsere Galaxie in dir drin.

Was spürst du? Was siehst du? Kannst du etwas riechen oder hören? Und wie fühlt es sich in deinem Inneren an?

Und weiter dehnst du dich aus, wenn du noch möchtest. Immer weiter und weiter.

Die Geister, die du vorhin im schamanischen Feld wahrgenommen hast, sind jetzt in dir. Die Sphäre der Engel ist jetzt in dir. Und dir wird bewusst … all das bist du selbst. Es gibt bald nichts anderes mehr, als dich und alles Leben ist in dir. Auch aller Kampf, jeder Krieg, jedes Monster und gleichzeitig der Frieden, die Liebe und jeder Mensch bist du selbst.

Fühl‘ das.

Atme das.

Und lass dir Zeit.

Schau, wo in dir sich jetzt die Erde befindet.

Wie geht es dir, so ohne Engel, Geister und andere Wesenheiten? Wie geht es dir im Alleinsein, also im AllEinSein?

In diesem Zustand kannst du zum einen die Leere, die Stille und das Nichts spüren. Und gleichzeitig bist du voller Leben. Voller Möglichkeiten, die du noch nicht erforscht hast. Du könntest dich immer weiter ausdehnen, wenn du nur wolltest. Inzwischen ist dir bewusst, dass all das du bist und deine Ausdehnungsmöglichkeiten unendlich sind.

Doch vielleicht hast du nun erst einmal genug in dich aufgenommen? Hast eine Idee von deiner Grenzenlosigkeit bekommen und weißt jetzt, dass und wie du dich über deine bisherigen Grenzen hinaus ausdehnen kannst.

Die Unendlichkeit ist deine Heimat. Aus den Sternen bist du einst gekommen. Es ist Zeit, dich zu erinnern und dich wieder zu verbinden.

Als das unendliche Energiewesen, das du bist, fokussiere nun die Tür in der Röhre im irdisch-schamanischen Feld und spring kopfüber in dich selbst hinein. Schau, wie all die anderen Galaxien mit ihren Sonnen, mit ihren Planeten und Monden an dir vorbei sausen. Du kannst all das Leben spüren, all die Erfahrungsräume, die noch auf dich warten und doch möchtest du hier und jetzt zurück auf die Erde, in dein irdisches Sein, in dem du frei deine Grenzen bestimmen und je nach Wohlbefinden verschieben, auflösen oder auch neu setzen kannst.

An der Tür erwarten dich die Hüter bereits. Hier sind sie wieder … all die Geister, Engel, Krafttiere, Pflanzen, Menschen. Du weißt jetzt nicht nur, sie alle bist du selbst, sondern du fühlst es auch. Und doch ist es schön, sie gleichzeitig auch als „andere“ Wesen wahrzunehmen und in ihrer Gesellschaft zu sein. Hier und jetzt bist du gleichzeitig alleins und viele.

Bedanke dich bei den Hütern des schamanischen Feldes. Und bitte deine Geister, dich wieder zurück an deinen Kraftort zu bringen. Bedanke dich auch bei ihnen.

Dann kehre zurück in dein Herz. Komme ganz und gar in deinen Körper, zu dir zurück. Bedanke dich auch bei dir selbst. Dann knete deine neuen Energien in deinen Körper hinein. Reck‘ dich und streck‘ dich. Spanne deine Muskeln an und entspanne sie wieder. Atme noch einmal tief ein und aus und dann öffne deine Augen.


Besuche dieses Feld, so oft, wie du es brauchst, um deine Erinnerung an deine eigene Grenzenlosigkeit wieder in dir lebendig und einen integralen Bestandteil deines Alltags werden zu lassen.

Auch das Sternenwesen, dessen Teil ich bin, bedankt sich bei dir für deinen Mut und deine Neugier.

Wir grüßen dich, Schwester.
Wir grüßen dich, Bruder.


PS: Ich möchte klar stellen, was ich unter “Wahrheit” verstehe. Ich betrachte jeden einzelnen Menschen als Schöpfer, also auch als Schöpfer von Realität. Somit gibt es nicht die eine Wahrheit, sondern mindestens ebenso viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt. Und um noch genauer zu sein, wir erschaffen die Gesamtwahrheit in jeder Sekunde neu. Ich bitte euch also, das, was ich hier schreibe, als das anzuerkennen, was es ist: meine Wahrheit. Wenn ihr damit etwas anfangen könnt, dann freut es mich. Wenn nicht, dann vergesst es getrost einfach wieder.

Wenn du meine Texte nutzen möchtest, kannst du das gerne tun. Bitte nenne mich (Tanja Richter - Seelen(t)raum - Selbstliebe als Weg) in diesem Fall als Autorin. Selbstverständlich freue ich mich auch über einen Link auf meinen Blog. Ich danke dir für deine Achtsamkeit!

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2 comments

  1. In dienst der wahrheit, liebe, licht und heilung die menschheit, unsere verletzt kindliche anteilen und unsere mutter erde…ich bin dabei. Danke seelenschwester für dein grossärtig beitrag. In liebe paula
    Ps website folgt wenn es dann auf der welt ist. Namaste schwesterherz

  2. Danke für Deinen wunderbaren Beitrag.
    Ich springe schon längere Zeit zwischen meinem Körperbewusstsein und meinem Herzen (göttlichem Aspekt oder Alles-umfassenden) hin und her. Es ist eine göttliche Liebes-Erfahrung, die ich Dir und Allen/m sende.

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