Die Reise in das Schwarze Land

Auschwitz

Vor ein paar Jahren erklärten mir meine geistigen Freunde, ich hätte Mordor in meinem Bauch. Das gefiel mir gar nicht. Also machte ich mich auf den Weg, um zu schauen, was da dran war. Als ich in meinem Bauch ankam, befand ich mich auf einer Kreuzung. Dort lag ein recht großer Stein, etwa so groß wie ein junger Elefant. Ich sollte an ihm lauschen und legte mein Ohr an den Fels. Und plötzlich stand ich am Tor zu Mordor.

Ich wagte mich hinein und fand dort alle Bewohner Mordors: Orks, Trolle, Nazgûl, Uruk hai und wie sie alle heißen.

Mir war klar, dass all diese Wesen Teile von mir selbst waren. Also begann ich einen nach dem anderen einzuatmen. So flossen sie in mein Herz und waren keine von mir abgespaltenen Teile mehr, die selbständig ihr Unheil treiben konnten. Sie alle waren im dunklen Zeitalter hilfreich. Wir wollten die Dunkelheit erfahren und diese Wesen haben uns beim Erschaffen der dunklen Realitäten in den letzten Jahrtausenden geholfen.

Dann war das Land leer. Doch das Land selbst blieb auch weiterhin dunkel. Was hatte ich übersehen? Ich ließ meinen Blick schweifen und so fiel er auch auf den Barad-dûr, den dunklen Turm Saurons und Sauron selbst. Es war ziemlich gruselig, wie ich fand. Doch ich nahm all meinen Mut zusammen und atmete auch ihn ein. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich atmete und sagte mir dabei: „ICH BIN das Böse. ICH BIN das Übel der Welt, Krankheit und Verderben, Krieg und Gewalt. ICH BIN all das.“

Und dann brach der Turm in sich zusammen. Tatsächlich genauso, wie wir es im Film sehen können.

Dabei hatte ich das Gefühl zu sterben. Ich kannte dieses Gefühl schon und wusste, dass ich es überleben würde. Doch es hielt dieses Mal recht lange an. Ein paar Minuten. So dass ich mir dann doch begann, ein wenig Sorgen zu machen. Ich wollte schließlich noch hier bleiben.

Noch immer hatte ich meine Augen geschlossen. Die Landschaft änderte sich langsam. Die dunklen Wolken über Mordor lösten sich auf, die schwarzen Gebäude waren allesamt in sich zusammen gefallen und nicht mehr da. Und dann ging die Morgensonne auf. Es war eine vollkommen leere Wiese. Unser neuer „Spielplatz“ meinten meine Geister. Er wartet auf unsere neuen Schöpfungen.

Eine neue Matrix, neue Möglichkeiten, ein neues Abenteuer. Was wollen wir jetzt erschaffen? Wie soll DEINE/unsere Welt jetzt aussehen? Die geistige Welt und ich laden dich ein zu träumen. Wie sehen sie aus, deine wildesten und schönsten Träume? Vielleicht hast du Lust, deine Träume für diese Welt mitzuteilen? Wir würden uns freuen, wenn der eine oder andere hier veröffentlicht werden darf!

Dieses Dunkel ist in jedem von uns. Wenn du dich aufgerufen fühlst, es mitsamt seinen Bewohnern zu dir zurück zu nehmen, dann kannst du gerne die folgende Meditation dafür nutzen:


Schließe deine Augen und atme sieben Mal tief ein und aus. Bei jedem Einatmen holst du die Energie der Sonne in dein Herz und mit jedem Ausatmen formst du aus deinem Herzen heraus eine Kugel, die immer größer wird und dich ganz umhüllt. So bist du geschützt für deine Reise.

Rufe deine geistigen Begleiter und Helfer zu dir und bitte um Unterstützung und Führung. Lass dich zu deinem ganz persönlichen dunklen Land bringen.

Schau dich um. Nimm wahr, was du siehst, spürst, riechst und hörst. All das bist du. Sie alle haben dich über Jahrtausende begleitet. Sie haben dir gedient. Lehne sie nicht ab, sondern beginne einen nach dem anderen wieder in dein Herz zu lassen. Atme sie ein. Jeden Ork, jeden Nazgûl. Atme. Ein … aus … ein … aus …

Ja, das bin auch ich. All das Dunkel habe ich mit erschaffen. Ich nehme hier und jetzt die Verantwortung dafür zu mir zurück. Ich achte und ehre mich für meine Schöpfung. Ich nehme all meine Anteile wieder in mir auf.

Ein … aus … ein … aus …

Und dann, wenn nur noch der dunkle Turm steht, wage den nächsten Schritt. So groß ist deine Macht. Beginne nun, auch den Turm einzuatmen. Vielleicht spürst du ein Ruckeln in deinem Energiesystem. Lass es zu. Vielleicht spürst du eine Art Herzstolpern. Lass es einfach zu und hab‘ keine Angst. Es gibt keinen Grund, Angst zu haben. Du atmest die Gründe, Angst haben zu können, gerade weg.

Atme ein … und aus …

Ich bin das Übel der Welt. Ich bin Krieg, Hunger, Leid, Krankheit, Elend, Sklaverei. Ich bin es und nehme es nun liebevoll an und zu mir zurück.

Atme einfach weiter und schau, was geschieht. Nimm wahr, wie der Turm in sich zusammen bricht. Lass alle Gefühle zu, die in dir aufsteigen. Du bist geschützt und geführt. Alles ist gut. Alles ist richtig. DAS ist Transformation. Deine Welt ändert sich gerade. Das Alte stirbt. Das ist die bedingungslose Liebe, die du bist.

Atme und spüre und schau …

Eine neue Welt entsteht. Die Morgensonne geht über einer grünen Wiese auf. Es ist die neue Matrix für deine neuen Schöpfungen. Genieße deine Neugeburt und schau dich um. Vielleicht findest du schon Gefährten in deiner Nähe. Deine geistige Begleitung ist bei dir und feiert mit dir.

Was ist die Sehnsucht deines Herzens? Was möchtest du jetzt als nächstes erschaffen? Du hast alle Möglichkeiten.

Und dann komme langsam wieder zu dir zurück, ins Hier und Jetzt in deinem Körper. Reck dich und streck dich. Knete all die neuen Energien in dich hinein. Spanne deine Muskeln an und entspanne sie wieder. Atme noch einmal tief ein und aus und dann öffne deine Augen.


Bedanke dich bei deinen geistigen Freunden und bei dir selbst, so wie ich mich auch bei dir bedanke für dein Vertrauen und deinen Mut.

Mache diese Meditation so oft wie du es brauchst, um alle Wesen einzuatmen.

Und hier gibt es die Meditation als Video:

PS: Ich möchte klar stellen, was ich unter “Wahrheit” verstehe. Ich betrachte jeden einzelnen Menschen als Schöpfer, also auch als Schöpfer von Realität. Somit gibt es nicht die eine Wahrheit, sondern mindestens ebenso viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt. Und um noch genauer zu sein, wir erschaffen die Gesamtwahrheit in jeder Sekunde neu. Ich bitte euch also, das, was ich hier schreibe, als das anzuerkennen, was es ist: meine Wahrheit. Wenn ihr damit etwas anfangen könnt, dann freut es mich. Wenn nicht, dann vergesst es getrost einfach wieder.

Wenn du meine Texte nutzen möchtest, kannst du das gerne tun. Bitte nenne mich (Tanja Richter - Seelen(t)raum - Selbstliebe als Weg) in diesem Fall als Autorin. Selbstverständlich freue ich mich auch über einen Link auf meinen Blog. Ich danke dir für deine Achtsamkeit!

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4 comments

  1. Eine wunderbare Reise, sehr heilsam und wahrhaftig! Vielen Dank für diese geführte Meditation <3
    Ich bin bewegt, berührt, erleichtert und glücklich in einem!
    Danke

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