Die Liebe der Pflanzen

Als ich begann, Bäume zu umarmen, begann ich auch, den Pflanzen nahe zu kommen. Im Wald am Strand bei Warnemünde steht eine Eiche. Ich nenne ihn gerne meinen Lieblingseichenmann, denn er fühlt sich tatsächlich eher maskulin an und ich mag ihn besonders gerne. Dass er obendrein auch noch wie ein Eichenmann aussieht, habe ich erst später mitbekommen, als mich ein Freund bei einer solchen Umarmung fotografierte. Erst durch seinen gewählten Bildausschnitt ist es mir aufgefallen: Der Eichenmann hat ein breit lächelndes Gesicht und steht mit ausgebreiteten Armen da. Klar, dass ich ihn umarmen wollte! Er lädt ja dazu ein.

Während unserer Kuscheleien kamen wir hin und wieder ins Gespräch. Einmal fragte er mich z.B., ob ich auch zu jenen Menschen gehöre, die glaubten, Bäume seien immobil und kicherte leise und frech vor sich hin. Ich antwortete ihm, dass er ja schließlich Wurzeln habe und was diese Frage solle?! Daraufhin erklärte er mir, dass die Baumwesen sich immer als eins empfinden. Wenn er mag, lässt er sich einfach irgendwo in Amerika wachsen und sei schneller dort als ich. Da musste ich ihm zustimmen. Ich würde vermutlich in dieser Inkarnation überhaupt nicht nach Amerika kommen, abgesehen davon, dass man ja nie so genau weiß, was das Leben durch und in uns noch so vor hat.

Ein anderes Mal, als ich über die Menschen nachdachte, erzählte er mir, dass die Natur uns Menschen schon immer in unseren Schöpfungen unterstützt hätte. Wollten wir die Gelegenheit haben, uns gegenseitig die Köpfe einzuhauen und uns z.B. um Erdöl zu streiten, sorgt die Natur dafür, dass wir welches in der Erde finden können. Wollen wir Mangel erleben, erschafft sie Dürre, wollen wir Reichtum erfahren, brauchen wir nur in ihr zu sein und wollen wir uns jetzt, in diesen Zeiten wieder erinnern, dass wir eins mit allem sind, wird uns die Natur mit ihren Mitteln auch darin unterstützen. Es hat sich angefühlt, wie ein Versprechen.

Die Natur erwartet nichts von uns. Sie braucht natürlich ein paar Bedingungen, damit sie auf die Weise existieren kann, wie sie jetzt existiert. Wenn wir Menschen diese Bedingungen verändern, müssen wir uns nicht wundern, wenn sich die Natur auch verändert. Sterben auf diesem Planeten jedoch wird sie nicht durch menschliche Hand. Sie ist nicht abhängig vom Menschen. Der Mensch in seiner Form als Mensch ist abhängig von ihr.

Die Natur ist nie aus dem Wissen über die Einheit herausgefallen, auch wenn sie sich in differenzierten Erscheinungsformen auf der Erde materialisiert. Sie weiß, dass wir Menschen ein Teil von ihr sind und umgekehrt. Warum also sollte sie uns nicht unterstützen in dem, was wir erschaffen und erfahren wollen? Die Aussagen dieses Eichenmannes haben mich damals tief berührt, so wie mich die Liebe der Natur immer wieder tief berührt.

Die Pflanzen wirken mit ihrem vielen Grün in unserem Herzchakra. Die Schwingung der bedingungslosen Liebe und die Erinnerung an unser kosmisches Sein finden wir in den Wäldern dieser Erde. Pflanzen und Tiere können uns viel über das Leben lehren, wenn wir ihnen zuhören und genau hinschauen. Geduld zum Beispiel habe ich durch Pflanzen gelernt. Ein bedingungsloses „Ja“ zu schenken und zu empfangen, habe ich von einer Katze gelernt. Freiheit habe ich von einem Kater gelernt, Eichen haben mir etwas über Vertrauen beigebracht usw. usf.

Ich habe mal vor langer Zeit die Aussage gelesen, dass es kein gütigeres Wesen als die Natur gibt. Damals habe ich mich gewundert, weil ich sofort an Unwetter, an gefährliche Tiere und giftige Pflanzen dachte. Inzwischen weiß ich, dass mich wirklich alles in der Natur etwas lehren kann, wenn ich es zulasse. So lehrt Natur eben auch Achtsamkeit im Umgang mit ihr, Hingabe und Annehmen.

Das Reich der Pflanzen

Pflanzen nehmen die unterschiedlichen Energien der Erde, der Luft, des Wassers, der Sonne, des Mondes, der Sterne usw. in sich auf und verweben diese nach ihrer ganz spezifischen Art zu einem ganz spezifischen Muster, das durch sie auf eine ganz spezifische Weise wirkt.

Wir können auf allen Ebenen mit ihnen in Verbindung gehen. Wir tun es sehr häufig auf der materiellen Ebene, indem wir sie zu uns nehmen, in ihnen baden, sie riechen. Wir tun dies zum Teil bewusst und zum Teil unbewusst. Es gibt inzwischen auch jede Menge Menschen, die sich auf energetischer Ebene mit den Pflanzen verbinden. So sind homöopathische Mittel, ätherische Öle oder auch Bachblüten durchaus gesellschaftsfähig. Es gibt noch nicht so furchtbar viele Menschen, die sich auf geistiger Ebene mit den Pflanzengeistern verbinden.

Wie auch immer wir mit den Pflanzen in Kontakt treten, nach meiner Erfahrung freuen sie sich darüber. Und sie laden uns ein, wieder in eine echte Kommunikation mit ihnen zu treten. Sie sind – wie alle anderen geistigen Wesen auch – unsere Brüder und Schwestern, eins mit uns und allem Sein.

Wenn du es einmal versuchen möchtest, mit einem Pflanzenwesen zu kommunizieren, dann lass dich zu einer Pflanze führen. Schau, welche dich besonders anzieht. Bitte sie darum, in ihr Energiefeld eintreten zu dürfen. Vielleicht magst du sie auch anfassen (wenn es sich nicht gerade um eine Brennessel oder Distel handelt) oder gar umarmen. Öffne dein Herz, verbinde dich mit dem Wesen der Pflanze, spüre, wie die Energie in deinem eigenen System wirkt und lausche mit deinem Herzen. Man sieht nicht nur mit dem Herzen gut, man ganz auch ganz hervorragend damit „hören“.

Es mag sein, dass du zunächst „nur“ Gefühle empfängst, die du interpretieren kannst, vielleicht empfängst du einen Geruch, der dich an etwas erinnert, es mag aber auch sein, dass du ganz konkrete Worte im Inneren vernimmst. Das ist wie Telepathie. Du weißt die Worte einfach bzw. dein System kann die Signale, die der Pflanzengeist dir schickt in Worte umwandeln. Das Wichtigste beim Kommunizieren mit Pflanzenwesen (wie auch mit allen anderen geistigen Wesen) ist dein Vertrauen. Auch wenn du dich fragst, ob es nur deine Einbildung ist oder dein Ego, dein Verstand … es ist egal. Glaube einfach dem, was sich dir zeigt.

Wenn wir der Natur und damit vor allem uns selbst helfen wollen, wenn wir das, was wir über diverse Jahrhunderte als Menschen so angerichtet haben, wieder in die Balance bringen wollen, sollten wir aufhören damit, Dinge zu tun, von denen wir einfach ausgehen, dass sie so richtig sind, wie wir sie tun. Wir sollten beginnen, mit dem Lebendigen zu kommunizieren und auf die Wünsche, Bitten und auch auf die Angebote der Natur einzugehen. Gemeinsam finden wir einen Weg, um die Erde für alle zu einem freundlichen Ort werden zu lassen.

Pflanzengeister-Wiki

Ich habe schon vor einiger Zeit mal ein PDF mit den Energien einiger Pflanzengeister veröffentlicht. Inzwischen ist daraus ein Pflanzengeister-Wiki geworden. Bis jetzt bin ich beim Buchstaben E angelangt. Doch es soll kein Projekt von mir alleine bleiben. Vielleicht fühlst du dich gerufen und hast Lust, Zeit und genügend technisches Verständnis, um an diesem Projekt als Schreiberling mitzuwirken? Hier findest du Informationen, wie das geht: Mitmachen beim Pflanzengeister-Wiki.

Mögen die Geister mit uns sein und wir mit ihnen.

PS: Ich möchte klar stellen, was ich unter “Wahrheit” verstehe. Ich betrachte jeden einzelnen Menschen als Schöpfer, also auch als Schöpfer von Realität. Somit gibt es nicht die eine Wahrheit, sondern mindestens ebenso viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt. Und um noch genauer zu sein, wir erschaffen die Gesamtwahrheit in jeder Sekunde neu. Ich bitte euch also, das, was ich hier schreibe, als das anzuerkennen, was es ist: meine Wahrheit. Wenn ihr damit etwas anfangen könnt, dann freut es mich. Wenn nicht, dann vergesst es getrost einfach wieder.

Wenn du meine Texte nutzen möchtest, kannst du das gerne tun. Bitte nenne mich (Tanja Richter - Seelen(t)raum - Selbstliebe als Weg) in diesem Fall als Autorin. Selbstverständlich freue ich mich auch über einen Link auf meinen Blog. Ich danke dir für deine Achtsamkeit!

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10 comments

  1. Hallo Tanja, ein schöner Beitrag 🙂 danke!

    Ich kann deine Erfahrungen bestätigen. Ich habe auch schon mit so manchem Baum geredet, ihn umarmt und von ihm Liebe und Kraft geschenkt bekommen. Jetzt kommen mir auch die Tiere näher, neben Katzen vor allem die Tiere auf den Feldern und Wiesen, zuerst die Vögel, dann die Füchse (vor allem die Kleinen sind recht neugierig und schauen frech aus ihrem Versteck heraus 😉 ), auch Rehe, die mir intensiv in die Augen schauen und mir Botschaften schenken und ein Wildschwein war auch schon dabei 🙂 … habe gerade heute erst über die Botschaften der Tiere geschrieben:
    https://lichtrose2.wordpress.com/2016/07/17/es-ist-vorbei-teil-2/

    Es ist toll, dass wir das immer mehr so wahrnehmen dürfen und somit spüren, wie sehr wir verbunden sind. Daraus erwächst dann noch mehr Achtsamkeit und Vertrauen sowie gegenseitiger Respekt.

    Liebe Grüße
    Heike

  2. Danke für Deine wunderbare Botschaft der Natur, ich kann dies alles nur bestätigen, JA! es ist so, Wir sind EINS! ob es die Menschen glauben wollen oder nicht, es ist so, und so sei es. DANKE
    ich bin ARTIS von Sirius

  3. Sehr schön! Auch ich kann mit Bäumen so manche Unterhaltung führen, und fühle mich stets umarmt, wenn ich in einen Wald komme. Sie breiten die Arme aus und nehmen einen als einen der ihren in ihre Mitte. So mehr man mit der Aufmerksamkeit bei ihnen ist, desto mehr sind sie bei einem. Mit der Zeit habe ich den Eindruck gewonnen, dass sie und die Pflanzen einen viel mehr wahrnehmen, weil man sie , ihr Energiefeld, ihre Bewusstheit wahrnimmt. Als würde es in unserer Aura gespeichert sein, wie viele Kontakte wir zu Bäumen hatten, oder als würden sie es sonstwie erkennen. Jedenfalls spüre ich, wie ich wahrgenommen werde, sobald ich in der Natur bin und mein Eindruck ist, dass das deshalb so ist, weil ich so viel Aufmerksamkeit ihnen gegenüber bringe.
    (Auch) ich glaube sie sehen uns als Energiefelder.
    Nach wie vor ist mir da einiges ein Rätsel, d.h. es gibt noch so viel zu ergründen, zu verstehen, zu lernen.
    Feen sind da, und Naturgeister, die tatsächlich wie lustige Zwerge wahrzunehmen sind. Sie haben mich auch schon mal nach Hause begleitet, aber nur für eine kurze Zeit , um wieder zurück in den Wald zu gehen, dort Kraft zu tanken.
    Als ein grosser Baum , eine Eiche, gefällt wurde, was mir sehr leid tat, nahm ich die Sägespäne mit nach Hause. Und spürte noch lange Zeit diesen Baum darin, in den Spänen, und es dauerte, bis seine Präsenz verblasste.

    Von den Bäumen und Pflanzen habe ich gelernt, begriffen, dass man um glücklich zu sein, um sich am Dasein zu erfreuen, prinzipiell nichts braucht. Manchmal denke ich an Bäume, denke ich an uns Menschen (mich eingeschlossen!), und denke dann, die Pflanzen und Bäume sind uns weit voraus, was Lebensfreude angeht. Jedesmal spüre ich ihre Freude am Dasein, ihre Begeisterung am Leben, und die Herzlichkeit und Liebe.

  4. DANKE DIR, – fuer diese sehr inspirierenden Schilderungen Deiner Sichtweise, wohltuend & herzberuehrend dieser „Ausflug“ in die andere Dimension des Pflanzenreiches unserer Natur! Die Natur kann in der Tat auch unser groesster Lehrmeister sein, wenn wir bereit sind uns vertrauensvoll unserer eigenen Menschennatur zu stellen. Ich kann vieles was Du schreibst bestaetigen, ganz besonders auch was das Wiederentdecken der so wichtigen heilsamen, natuerlichen Lebensfreude betrifft, welche vielen Menschen abhanden gekommen ist.
    Nur weiter so!
    Es gruesst Dich ganz HERZ-lich
    ***Ekkard***

  5. Ich habe auch eine alte Eiche zum Freund. Sie steht auf einer Wiese und ihr Stamm ist so dick, dass 4 Leute ihn kaum umschließen können. Allein die Äste sind so massiv wie andere Bäume Stämme haben. Ich gehe oft dort mit meinem kleinen Hund spazieren und viele Jahre grüßte ich diese Eiche, streichelte ihre knorrige Rinde und unterhielt mich kurz mit ihr. Ich denke auch, dass alle Bäume eine universelle Seele haben, ebenso wie die Blumen. Oft halte kleine Zwiegespräche mit ihnen, bedanke mich für ihre Gaben etc. Und da ich nicht an einen christlichen Gott glaube, richte ich meine Gebete an die Natur. Nicht zu oft, ich möchte niemanden überstrapazieren. Aber in schweren Krisen muss ja auch ich Heidin irgendwohin mit meinen Sorgen und Wünschen. Als im Januar d. J. mein lieber Vater in´s Krankenhaus kam, wünschte ich mir etwas Kraft für ihn von diesem alten Baum. Mein Vater sollte genauso im Frühling neu erblühen, wie mein Freund, die mächtige Eiche. Leider wurde daraus nichts, mein Vater starb, seine Zeit war um. Ich hatte mich die letzten 10 Jahre nach dem Tod meiner Mutter um ihn gekümmert und es war schrecklich für mich. Irgendwie wusste ich auch, dass der Baum nichts dafür konnte. So ein Baum kann eben auch keine Wunder vollbringen. Dennoch – als der Frühling kam und die alte Eiche zarte Blätter trieb, da war ich ihr ein bisschen böse….Und kehrte ihr vorerst bitter den Rücken! Ganz menschlich und wenig baumhaft….;-) Viele Grüße!

    1. Liebe Lazuli,
      deinen Schmerz kann ich sehr gut verstehen. So ein Mensch, den man liebt, hinterlässt einfach ein großes Loch, das sich erst nach und nach wieder füllt. Und ich glaube, die Eiche wird dein Bösesein sicher verstehen. Pflanzen haben auch mir schon als Projektionsfläche gedient und haben mich immer noch lieb 🙂
      Ich danke dir für deine Offenheit hier.
      Alles Liebe für dich und auch liebe Grüße an die alte Eiche,
      Tanja

  6. Liebe Tanja,

    ein herzliches Danke, für das liebevolle Verbreiten des Gefühles der
    VERBUNDenheit/Einheit. Deine Botschaften sind Balsam für eine jede
    mitfühlende Seele! Balsam, der sehr hilfreich ist, gerade in dieser Zeit,
    da die Polarität noch weiter zunimmt und sich im weltweiten
    Chaos wiederspiegelt. Und ich manchmal, so erschöpft und müde bin
    von all dem Leid, dass sich derzeit ereignet. Gerade deshalb ist es
    wichtig zu wissen, wie viele Menschen sich für das Halten des Lichtes
    entschieden haben und es kommen immer neue Licht -Halter dazu.
    So das aus diesen Botschaften neue Kraft sprudelt, aus einer nicht
    mehr versiegenden Quelle.

    ESPAVO
    in Liebe, Licht und Dankbarkeit des Herzens

    Nachtfalter

  7. hallo, ihr lieben, vielen dank für deine mitteilungen. auch ich kann dies bestätigen. als ich wieder einmal die aufgabe „zu schreben“ über das „verlorene wort“ war ich ziemlich ratlos. in dieser zeit ging ich oft in den garten und fing an mit meinen haus- undgartengeistern zu sprechen, nachdem sie mich unmissverständlich auf ihre existenz hingewiesen hatten.
    ich habe im vorgarten drei buchsbäume stehen, die ich liebevoll meine „drei schönen“ nenne. als ich sie einmal fragte, ob ihnen zu meinem thema noch ewas einfiel kam spontan die antwort: pflanzen geben liebe.
    überrascht und so liebevoll umarmt habe ich mich selten gefühlt. es war buchstäblich ein sturm der liebe, der durch mich hindurchlief und noch eine ganze weile anhielt. auch jetzt spüre ich sie und ihre wärme.
    es ist einfach wunderschön. ich bin sehr, sehr dankbar dafür.
    alles liebe von ganzem herzen
    dagmar

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